IM FOKUS

Stiftungslandschaft Schweiz «under construction»

Vor einem guten Jahr wurde an dieser Stelle auf die Gefahr hingewiesen, dass die Schweizer Stiftungen Opfer ihres eigenen Erfolgs werden könnten, wenn es nicht gelingt, die generelle Ineffizienz im Gesuchswesen in den Griff zu bekommen. Vieles hat sich getan. Aber noch viel mehr ist möglich.

von Peter Buss

Es ist ein Fakt: Förderer wollen die eigene Fördertätigkeit möglichst einfach und effizient erledigen und sich nicht in komplizierten, zeitraubenden und kostenintensiven Arbeitsprozessen verlieren. Niemand wird mehr beliebige Zeit und viel Geld für eine aufwändige Gesuchsbearbeitung investieren wollen und überhaupt Lust dazu haben, x Stunden für die Beurteilung von Projekten einzusetzen, die nichts bringen und auch nicht interessieren.

In den nächsten Jahren wird sich die Stiftungsarbeit deshalb weiter stark verändern: Mehr Effizienz, mehr Wirkung, mehr Spass. Stiftungen, die ihren ehrenamtlich tätigen Stiftungsräten keine attraktiven und zeitgemässen Wege der Zusammenarbeit bereithalten, werden massive Nachfolgeprobleme bekommen. Stiftungsarbeit soll möglichst wenig Aufwand bereiten, etwas bewirken und Freude machen.

Mit überkommenen Arbeitsmethoden ist dies nicht zu schaffen. Allein schon das überbordende postale Gesuchswesen ist ein Motivationsräuber. Die moderne Informationstechnologie hat jedoch smarte und kostengünstige Lösungen bereit, von der online gestützten Einreichung und Bearbeitung der Gesuche über die Stiftungsadministration in der Cloud bis hin zum Rechnungswesen und Archiv. Dies ist auch für kleinere und mittelgrosse Stiftungen sehr interessant. Denn damit können sie dem wachsendem Kostendruck Paroli bieten und eine Situation schaffen, bei der es als Stiftungsrat Sinn und Freude macht mitzuarbeiten.

StiftungSchweiz.ch wird diese Entwicklung aufgreifen und die Stiftungen bei der digitalen Transformation ihrer Arbeitsprozesse begleiten und aktiv unterstützen.