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Wenn alles stimmt, zählt man keine Stunden

   Kleine Stiftungen leben weitgehend vom grossen freiwilligen Einsatz ihrer Stiftungsrätinnen und Stiftungsräte. Manchmal wird das auch ihnen zu viel. Entlastungen sind aber möglich.

von Peter Buss

 

Die meisten der 13‘000 gemeinnützigen Stiftungen in der Schweiz leben vom ehrenamtlichen Engagement ihrer Stiftungsrätinnen und Stiftungsräte. Die anfallende administrative Arbeit wird selber zuhause oder am Arbeitsplatz erledigt. Wenn alles stimmt, und das tut es zum Glück noch meistens, zählt man die Stunden nicht. Wenn die zeitliche Belastung aber zu gross wird und einem die Stiftungsarbeit über den Kopf wächst, ist bald einmal die Freude weg und die Motivation fällt schwer.

Ehrenamtliche Arbeit soll aber nicht nur Sinn stiften, sondern darf auch Freude machen. In einem solchen Fall lohnt es sich deshalb durchaus, sich die Frage zu stellen: Was können wir ändern? Dazu ein paar Gedanken:

> Stiftungen können sich zusammen tun und administrative Arbeiten kostengünstig durch eine gemeinsame kleine Sekretariatsstelle erledigen lassen. Das entlastet wirksam und kann im Auftragsverhältnis oder einem Teilzeitpensum erfolgen. Über StiftungSchweiz.ch kann man nach passenden, ortsnahen Stiftungen suchen.

>  Mittlerweile gibt es auch effizient arbeitende Service-Center (wie z.B. jenes der Zürcher Kantonalbank) und professionelle Pool-Lösungen wie die Dachstiftungen für Förderer. Auch Treuhänder, Anwälte und Notare verwalten kleine Stiftungen sorgfältig und sind im Honorar oft entgegenkommend.

> Die Aufsichtsbehörden helfen gerne beim Anstossen von Lösungen. Sie kennen ausserdem die Probleme bei anderen Stiftungen und können unter Umständen Kooperationsmöglichkeiten aufzeigen.

> Branchenverbände der Stiftungen bieten häufig eine kostenfreie Beratung an und zeigen Wege auf, wie man sich effizient organisieren kann.

> StiftungSchweiz.ch entwickelt laufend Instrumente zur Arbeitsentlastung und Effizienzsteigerung; bald wird z.B. ein Online Gesuchsystem zur Verfügung stehen.